Start Analogien
18.11.2017 10:33
Analogien

Nicht alles muss man Ernst nehmen ...

Google war gestern ...

 

Ballonfahrer

Ein Mann in einem Heißluftballon hat sich verirrt.
Er geht tiefer und sichtet einen jungen Mann am Boden.
Er sinkt noch weiter ab und ruft: ,,Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen und ich weiß nicht wo ich bin."
Der Mann am Boden antwortet: "Sie sind in einem Heißluftballon in ungefähr 10 m Höhe über Grund. Sie befinden sich zwischen 40 und 41 Grad nördlicher Breite und zwischen 59 und 60 Grad westlicher Länge."

"Sie müssen Ingenieur sein" sagt der Ballonfahrer.
"Bin ich" antwortet der Mann, "woher wussten sie das?"

"Nun," sagt der Ballonfahrer, "alles was sie mir sagten ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit ihren Informationen anfangen soll und Fakt ist, dass ich immer noch nicht weiss wo ich bin.
Offen gesagt waren Sie keine grosse Hilfe. Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert."

Der Mann antwortet: "Sie müssen im Management tätig sein."
"Ja," antwortet der Ballonfahrer, "aber woher wussten sie das?"

"Nun," sagt der Mann, "sie wissen weder wo sie sind noch wohin sie fahren.
Sie sind aufgrund einer grossen Menge heisser Luft in Ihre jetzige Position gekommen.
Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben wie sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass sie Ihre Probleme lösen.
Tatsache ist, dass Sie in exakt der gleichen Lage sind wie vor unserem Treffen, aber jetzt soll irgendwie ich schuld daran sein!"

Wer jagt wie Elefanten?

  • Informatiker jagen Elefanten, indem sie Algorithmus A ausführen:
    begin {
    Gehe nach Afrika
    Beginne am Kap der guten Hoffnung
    Durchkreuze Afrika von Süden nach Norden bidirektional
    in Ost-West-Richtung
    Für jedes Durchkreuzen tue {
    Fange jedes Tier, das Du siehst
    Vergleiche jedes gefangene Tier mit einem als Elefant bekannten Tier
    halte an bei Übereinstimmung }
    }

  • Erfahrene Programmierer verändern Algorithmus A, indem sie ein als Elefant bekanntes Tier in Kairo plazieren, damit das Programm in jedem Fall korrekt beendet wird.

  • Assembler-Programmierer bevorzugen die Ausführung von Algorithmus A auf Händen und Knien.

  • SQL-Programmierer verwenden folgenden Ausdruck:
    SELECT Elefant FROM Afrika.

  • Natural-Programmierer lassen sich von ADABAS einen Elefanten bringen.

  • Logo-Programmierer reiten durch Afrika auf ihrer Schildkröte.

  • COBOL-Programmierer tun dies auf einem Dinosaurier.

  • BASIC-Programmierer bevorzugen jedoch einen mit Samt ausgepolsterten Einspänner, bei dem die Bremsen ständig angezogen sind.

  • C-Programmierer bestimmen zuerst mit sizeof() die nötige Speichermenge für einen Elefanten, versuchen diese zu allozieren, vergessen dabei das Ergebnis abzuprüfen und schiessen dann mit wilden Pointern auf den Elefanten.

  • C++ - Programmierer bestehen darauf, daß der Elefant eine Klasse sei, und somit schließlich seine Fang-Methoden selbst mitzubringen habe. Und wenn der Elefant Afrika verlassen sollte, dann wird ja automatisch sein Destruktor ausgelöst.

  • Pascal-Programmierer markieren zuerst einen Punkt auf der Landkarte, schreiben dann END davor und träumen davon, daß Nikolaus Wirth von einem Elefanten totgetrampelt wird.

  • Modula-Programmierer importieren einen Elefanten aus/von einem Zoo.

  • LISP-Programmierer bauen einen Irrgarten aus Klammern und hoffen, daß sich der Elefant darin verirrt.

  • Mathematiker jagen Elefanten, indem sie nach Afrika gehen, alles entfernen, was nicht Elefant ist und ein Element der Restmenge fangen.

  • Erfahrene Mathematiker werden zunächst versuchen, die Existenz mindestens eines eineindeutigen Elefanten zu beweisen, bevor sie mit Schritt 1 als untergeordneter Übungsaufgabe fortfahren.

  • Mathematikprofessoren beweisen die Existenz mindestens eines eineindeutigen Elefanten und überlassen dann das Aufspüren und Einfangen eines tatsächlichen Elefanten ihren Studenten.

  • Ingenieure jagen Elefanten, indem sie nach Afrika gehen, jedes graue Tier fangen, das ihnen über den Weg läuft und es als Elefant nehmen, wenn das Gewicht nicht mehr als 15% von dem eines vorher gefangenem Elefanten abweicht.

  • Wirtschaftswissenschaftler jagen keine Elefanten. Aber sie sind fest davon überzeugt, daß die Elefanten sich selber stellen würden, wenn man ihnen nur genug bezahlt.

  • Statistiker jagen das erste Tier, das sie sehen n-mal und nennen es Elefant.

  • Systemanalytiker wären theoretisch in der Lage, die Korrelation zwischen Hutgröße und Trefferquote bei der Elefantenjagd zu bestimmen, wenn ihnen nur jemand sagen würde, was ein Elefant ist.

  • SAP-Systemingenieure erklären das erstbeste Tier zu einem Elefanten und passen Ihre Vorstellungen eines Elefanten an dieses Tier an.

  • Microsoft kauft einen Elefanten aus dem Zoo in Seattle, kopiert ihn massenhaft, redet aller Welt ein, daß jeder einen bräuchte und daß dieser die ideale Ergänzung zu MS Office sei und exportiert 14 Mio. Stück nach Afrika.

  • Windows NT Programmierer schiessen mit völlig ungeeigneten Gewehren in die völlig falsche Richtung und erklären dann, daß es ein Fehler am Elefanten sein muß.

  • Windows 95/98 Programmierer tun dasselbe, nur mit Pfeil und Bogen.

  • Windows 2k/XP Programmierer glauben einen Elefanten gefangen zu haben, in Wirklichkeit jedoch, übernimmt gerade ein Trojaner Ihr System.


Sie sind Internet - süchtig wenn....

  1. Sie mit "lol" antworten, wenn Ihnen jemand einen Witz erzählt.
  2. Sie beim Surfen manchmal aus Versehen zu atmen vergessen...
  3. Sie auf die TV Fernbedienung doppelklicken.
  4. die Badewanne läuft über, weil Sie nur mal kurz Ihre Mails checken wollten.
  5. Ihre Mitbewohner sich beschweren , dass Sie im Schlaf nicht mehr reden, sondern nur noch mit den Fingern zucken.
  6. Ihr Tresenflirt an der Bar mit einem "Haben Sie einen PC?" beginnt.
  7. Sie morgens online sind, bevor Sie Ihre Zähne geputzt haben
  8. Sie der AOL Lotse um Hilfe bittet .
  9. die letzte sexuelle Erfahrung eine "textuelle" war.
  10. Sie schon so gut pfeifen können, dass Sie auch ohne Modem eine Verbindung zum Provider aufbauen.
  11. Sie nicht wissen, was für ein Geschlecht Ihre besten Freunde haben, weil sie einen neutralen Nickname benutzen.
  12. Sie das Gefühl haben, jemanden getötet zu haben, wenn Sie Ihr Modem ausschalten.
  13. Sie Nächte damit verbringen, den Zähler auf Ihrer Homepage über die 2000 zu bringen.
  14. Ihr Computer mehr als Ihr Auto kostet.
  15. Der Anwalt Ihrer Frau die Scheidungspapiere per eMail schickt.
  16. Sie Sich selbst eine eMail schicken, um Sich an Dinge zu erinnern.
  17. Sie Sich an kalten Kaffee gewöhnt haben.
  18. Sie die Homepage Ihrer Freundin küssen.
  19. Sie Ihre Emails überprüfen, keine neuen Mails auf dem Server sind und Sie es noch mal probieren.
  20. Sie beim Brief schreiben nach jedem Punkt ein com einfügen.com
  21. Sie feststellen, dass Ihre Mitbewohner ausgezogen sind, Sie aber keine Ahnung haben, wann.
  22. Ihr Haustier eine eigene Homepage hat.
  23. Alle Ihre Freunde ein @ im Namen tragen.
  24. Sie nachts im HTML-Format träumen.
  25. Sie Stunden brauchen, um alle Ihre eMail-Adressen abzufragen.
  26. es zu stinken anfängt, weil Ihr Haustier verhungert ist.
  27. Ihre Telefonrechnung in Umzugskartons geliefert wird.
  28. Ihre Kinder Eudora, Homer und Dotcom heißen.
  29. Sie bei http://www.wetter.de nach dem Wetter schauen, anstatt aus dem Fenster zu gucken.
  30. Sie im Internet aus Versehen für Politiker aus fremden Ländern stimmen.
  31. Ihre letzte Freundin nur ein JPEG war.
  32. Sie Ihren Kopf zur Seite beugen, um zu lächeln. :-)
  33. Sie im richtigen Leben immer nach dem Zurück-Knopf suchen.
  34. Sie nie das Besetztzeichen Ihres Serviceproviders hören, weil Sie sowieso immer online sind.
  35. Sie Sich abends an den Computer setzen und Sich wundern, dass kurz darauf Ihre Kinder zur Schule müssen.
  36. Sie die Punkte 1 - 35 verstehen

Jointventure

Ein Joint Venture ist ein Gemeinschaftsunternehmen, oft von einem inländischen und einem ausländischen Partner.
Die beiden Betriebe schließen sich zu einem Gemeinschaftsunternehmen zusammen, weil jeder das braucht, was der andere hat.
So ist z.B. denkbar, dass der eine Partner die Finanzmittel hat, der andere die Geschäftsverbindungen vor Ort.
Oft werden nämlich Joint Ventures gebildet, wenn ein inländisches Unternehmen in einen ausländischen Markt vordringen will.

"Ein Huhn kommt zum Schwein. "Was hältst du von einem Joint Venture? Das gibt Synergieeffekte und wir beide könnten viel mehr verdienen."

"Prima" sagt das Schwein. "Was wollen wir denn produzieren?"

Das Huhn antwortet: "Ham and eggs."

Das Schwein ist entsetzt. "Dabei gehe ich drauf, und du machst Profit."

Das Huhn antwortet: "So ist das nun mal bei einem Joint Venture."

Über den Umgang mit toten Pferden

Eine Weisheit der Dakota-Indianer :

Wenn du entdeckst,
dass du ein totes Pferd reitest,
steig ab.

  • Doch wir Manager entwickeln stetig weitere Strategien um Konsequenzen zu verschleppen
  • Wir besorgen eine stärkere Peitsche.
  • Wir wechseln die Reiter.
  • Wir sagen: "So haben wir das Pferd doch immer geritten."
  • Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
  • Wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
  • Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
  • Wir bilden eine Task Force, um das tote Pferd wiederzubeleben.
  • Wir schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.
  • Wir stellen Vergleiche unterschiedlich toter Pferde an.
  • Wir ändern die Kriterien, die besagen, ob ein Pferd tot ist.
  • Wir kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.
  • Wir schirren mehrere tote Pferde zusammen an, damit sie schneller werden.
  • Wir erklären: "Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht noch schlagen könnte."
  • Wir machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.
  • Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es billigere Berater gibt.
  • Wir kaufen etwas zu, das tote Pferde schneller laufen lässt.
  • Wir erklären, dass unser Pferd "besser, schneller und billiger" tot ist.
  • Wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden.
  • Wir überarbeiten die Leistungsbedingungen für Pferde.
  • Wir richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.
  • Wer sagt dass man tote Pferde nicht reiten kann?
  • Wir lassen das Pferd schnellstens zertifizieren.
  • Wir frieren das Pferd ein und warten auf eine neue Technik, die es uns ermöglicht, tote Pferde zu reiten
  • Wir bilden einen Gebetskreis der unser Pferd gesund betet.
  • Wir stellen das tote Pferd bei jemand anderem in den Stall und behaupten, es sei seines.
  • Wir stellen fest, dass die anderen auch tote Pferde reiten und erklären dies zum Normalzustand!
  • Wir ändern die Anforderung von "reiten" in "bewegen" und erteilen einen neuen Entwicklungsauftrag.
  • Wir sourcen das Pferd aus.
  • Wetten, dass das Vieh nur simuliert!
  • Wenn man das tote Pferd schon nicht reiten kann, dann kann es doch wenigstens eine Kutsche ziehen!

Unternehmensberater

Ein Schäfer steht mutterseelenallein auf seiner Wiese und hütet seine Schafe.
Plötzlich tauchte in einer großen Staubwolke ein nagelneuer Cherokee-Jeep auf und hält direkt neben ihm. Der Fahrer des Jeep, ein junger Mann in Brioni-Anzug, Cerrutti-Schuhen, Ray-Ban-Sonnenbrille und einer YSL-Krawatte, steigt aus und fragt ihn:

„Wenn ich errate, wie viele Schafe Sie haben, bekomme ich dann eines?“

Der Schäfer schaut den jungen Mann an, dann seine friedlich grasenden Schafe und sagt ruhig:

„Einverstanden.“

Der junge Mann parkt den Jeep, verbindet sein Notebook mit dem Satelliten-Handy, geht im Internet auf eine NASA-Seite, scannt die Gegend mit Hilfe seines GPS-Satelliten-Navigationssystems, öffnet eine Datenbank und 60 Excel-Tabellen mit einer Unmenge Formeln. Schließlich druckt er einen 150-seitigen Bericht auf einem High-Tech-Minidrucker aus, dreht sich zu dem Schäfer um und sagt:

„Sie haben exakt 1586 Schafe.“

Der Schäfer sagt: „Das ist richtig, suchen Sie sich ein Schaf aus.“

Der junge Mann nimmt ein Tier und lädt es in den Jeep ein.

Der Schäfer schaut ihm zu und sagt: „Wenn ich Ihren Beruf errate, geben Sie mir das Schaf dann zurück?“

Der junge Mann antwortet: „Klar, warum nicht.“

Der Schäfer sagt: „Sie sind Unternehmensberater.“

„Das ist richtig, woher wissen Sie das?“, will der junge Mann wissen.

„Sehr einfach“, sagt der Schäfer,
• „erstens kommen Sie hierher, obwohl Sie niemand gerufen hat,
• zweitens wollen Sie ein Schaf als Bezahlung haben dafür, dass Sie mir etwas sagen, was ich ohnehin schon weiß, und
• drittens haben Sie keine Ahnung von dem, was ich mache!

So, und jetzt will ich meinen Schäferhund zurück.“


Vom Wesen und Unwesen der Spezifikationen

Ein Grund, warum nicht schon längst alle Programme mit vierstelligen Jahreszahlen rechnen und das Jahr-2000-Problem damit inexistent ist, ist der starke Einfluss, den bestehende Programme jeweils auf neu zu erstellende Programme haben. Neue Programme werden z.B. meist auf vielfältige Weise mit bereits bestehenden verknüpft, über Daten-Import und -Export, Schnittstellen usw. Wenn Programme Daten untereinander austauschen, verstehen sie sich wesentlich besser, wenn sie alle das Jahr mit gleichvielen Stellen verarbeiten. Und wenn man schon 10 Programme hat, die mit zwei Stellen funktionieren, baut man eben das 11. auch wieder so. Häufig wurden die zweistelligen Jahreszahlen auch formal in Standards und Spezifikationen festgeschrieben, die zu missachten sich kein Programmierer leisten konnte, ganz abgesehen davon, dass sonst sein Programm mit Tausenden von Programmen nicht zusammengearbeitet hätte, die nach diesen Spezifikationen bereits erstellt worden waren. Kürzlich hat ein gewisser Kreskin in einem Posting in comp.software.year-2000 ein Beispiel aus der Weltgeschichte gebracht, das sich wunderbar eignet, um auch Leuten, die nicht mit Informatik vertraut sind, die unglaubliche Trägheit klarzumachen, die solchen Dingen innewohnt.

Spurbreite
Die Spurbreite von Eisenbahnen in den USA und in Kanada (der Abstand zwischen den Gleisen) ist 4 Fuß 8.5 Zoll. [Dies ist auch der Spurabstand hierzulande mit 1435 mm.] Das ist eine außerordentlich krumme Zahl. Warum wurde gerade diese Spurbreite verwendet? Weil Eisenbahnen so in England gebaut worden waren, und die Eisenbahnen der USA wurden von englischen Auswanderern gebaut. Warum hatten die Engländer sie so gebaut? Weil die ersten Eisenbahnlinien von denselben Leuten gebaut worden waren, die im Vor-Eisenbahn-Zeitalter die Straßenbahnlinien gebaut hatten, mit eben jener Spurbreite. Und warum hatten die Straßenbahn-Leute jene Spurbreite benutzt? Weil sie dieselben Werkbänke und Werkzeuge verwendet hatten wie beim Bauen von normalen Wagen, welche auch diesen Radabstand hatten. Nun gut. Aber warum hatten die Wagen genau diesen Radabstand? Weil die Räder der Wagen sonst zu Bruch gegangen wären beim Fahren auf gewissen Fernstraßen in England, weil diese Straßen tief eingefahrene Rillen in diesem Abstand hatten. Wer hatte diese Straßen gebaut, die so alt waren, dass die Wagen tiefe Furchen gefahren hatten? Die ersten Fernstraßen in England, wie überall in ganz Europa, waren vom kaiserlichen Rom für seine Legionen gebaut worden und immer noch in Gebrauch. Und die Furchen in den Straßen? Die ursprünglichen Furchen, auf die jedermann Rücksicht nehmen musste, aus Angst, sonst die Wagenräder zu Bruch zu fahren, stammten von römischen Streitwagen, von Streitwagen, die überall im Römischen Reich gleich waren punkto Radabstand.

Die Standard-Eisenbahn-Spurbreite in den USA von 4 Fuß 8.5 Zoll ist abgeleitet von der ursprünglichen Spezifikation für römische Streitwagen. Spezifikation und Bürokration sind unsterblich. Wenn Sie also das nächste Mal irgendeine Spezifikation vorgelegt bekommen und sich wundern, welcher Pferde-Arsch wohl darauf gekommen ist, könnten Sie genau ins Schwarze treffen, weil nämlich der römische Streitwagen genau so breit gemacht worden war, dass er Platz bot für zwei Hintern von Armee-Pferden. Damit haben wir endlich die Antwort auf die ursprüngliche Frage.

Es gibt noch eine interessante Fortsetzung dieser Geschichte mit Eisenbahn-Spurabständen und Pferde-Hintern. Wenn man sich den Space Shuttle ansieht, wie er auf dem Startplatz steht, bemerkt man zwei Hilfsraketen an den Seiten des großen Haupt-Treibstofftanks. Dies sind Feststoffraketen, "solid rocket boosters", kurz SRB. Diese SRB werden von der Firma Thiokol in einer Fabrik in Utah hergestellt. Die Ingenieure, welche die SRB konzipiert hatten, hätten sich diese eigentlich etwas dicker gewünscht. Aber die SRB mussten per Eisenbahn von der Fabrik zum Startplatz transportiert werden. Die entsprechende Eisenbahnlinie verlief durch einen Tunnel in den Bergen, und die SRB mussten natürlich durch diesen Tunnel passen. Der Tunnel ist ein wenig breiter als die Schienen, und die Schienen haben etwa den Abstand von zwei Pferde-Hintern nebeneinander. So kommt es, dass ein wichtiges Feature eines der modernsten Transportsysteme der Welt vor zweitausend Jahren festgelegt wurde mit Hilfe der Breite des Hintern eines Pferdes.

Wettrudern

Vor einiger Zeit verabredete eine deutsche Firma ein jährliches Wettrudern gegen eine japanische Firma, das mit einem Achter auf dem Rhein ausgetragen wurde. Beide Mannschaften trainierten lange und hart, um ihre höchsten Leistungen zu erreichen. Als der große Tag kam, waren beide Mannschaften topfit, doch die Japaner gewannen das Rennen mit einem Vorsprung von einem Kilometer.
Nach dieser Niederlage war das deutsche Team sehr betroffen, und die Moral war auf dem Tiefpunkt.
Das obere Management entschied, dass der Grund für diese vernichtende Niederlage unbedingt herausgefunden werden müsse. Ein Projektteam wurde eingesetzt, um das Problem zu untersuchen und um geeignete Abhilfemaßnahmen zu empfehlen.

Nach langen Untersuchungen fand man heraus, dass bei den Japanern sieben Leute ruderten und ein Mann steuerte, während im deutschen Team ein Mann ruderte und sieben steuerten.
Das obere Management engagierte sofort eine Beraterfirma, die eine Studie über die Struktur des deutschen Teams anfertigen sollte. Nach einigen Monaten und beträchtlichen Kosten kamen die Berater zu dem Schluß, daß zu viele Leute steuerten und zu wenige ruderten.

Um eine weitere Niederlage gegen die Japaner vorzubeugen, wurde die Teamstruktur geändert. Es gab jetzt vier Steuerleute, zwei Obersteuerleute, einen Steuerdirektor und einen Ruderer. Außerdem wurde für den Ruderer ein Leistungsbewertungssystem eingeführt, um ihm mehr Ansporn zu geben. "Wir müssen seinen Aufgabenbereich erweitern und ihm mehr Verantwortung geben."

Im nächsten Jahr gewannen die Japaner mit einem Vorsprung von zwei Kilometern.

Das Management entließ den Ruderer wegen schlechter Leistungen, verkaufte die Ruder und stoppte alle Investitionen in ein neues Boot.
Der Beratungsfirma wurde ein Lob ausgesprochen, und das eingesparte Geld wurde dem oberen Management ausbezahlt.

 

 

Evolution

 

 

Zeitalter

 

Billiges_Headset



... oder vielleicht doch ?

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 28. November 2010 um 16:05 Uhr